Prüfungswesen Kyuprüfungen

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Der Deutsche Judobund hat 2014 auf seiner Mitgliederversammlung eine neue Kyu-Prüfungsordnung beschlossen. Für Bayern gilt also die neue Grundsatzordnung. Hierzu bitte ich folgende Hinweise zu beachten:

Die Ausbildungsordnung ist gleich geblieben und hat sich nicht geändert. Dies kann man im Multiplikatorenskript nachlesen. Ich bitte also alle Vereine, weiterhin ihre Judoka wie bisher auszubilden (dies betrifft v.a. die Beidseitigkeit und Vielfältigkeit in den einzelnen Kyustufen). Die Idee hinter der Reduzierung der Prüfungsinhalte ist es, die Prüfungdauer einer Kyuprüfung zu verkürzen. Das bedeutet, dass die Trainer die gleichen Inhalte wie bisher ausbilden sollen, bei der Prüfung aber nur ein Teil dessen abgeprüft wird. Hierauf beziehen sich die Inhalte der in Kraft getretenen Prüfungsinhalte.

Weiterhin wurden flexible Altersgrenzen für die Kyustufen eingeführt. Dies mit dem Hintergrund, es den wenigen sehr talentierten und trainigsfleissigen Judoka zu ermöglichen, die Kyugrade in kürzerer Zeit abzulegen. Dies ist keine Maßnahme, die den Durschschnittsjudoka betrifft. Ich bitte daher auch hier alle Trainer, ihren Judoka wie bisher die Vorbereitungszeit von mindestens 6 Monaten zu „gönnen“ und das vom DJB empfohlene Alter einzuhalten. Es ändert sich also für die meisten Judoka nichts zur bisherigen Ordnung.

Für weitere Rückfragen stehe ich und die Bezirksbeauftragten zur Verfügung.

Viel Erfolg bei der Ausbildung wünscht

Sven Keidel - Prüfungsreferent Bayerischer Judo-Verband e.V.


 

Änderung der Bestimmungen für Kyu-Gürtelprüfungen an Schulen

(gemäß Beschluss auf der GV-Sitzung vom 06.07.08, betrifft Punkt 2.3. der Grundsatzordnung für Prüfungen)

Schüler/innen an allgemein- und berufsbildenden Schulen sowie Teilnehmer/innen an Arbeitsgemeinschaften in denselben, Angehörige von Bundeswehr, Polizei, BGS und ähnlichen öffentlichen Institutionen sowie Studenten an Hochschulen benötigen keinen DJB-Mitgliedsausweis. Sie können bis zum 1. Kyu Prüfungen ablegen und diese auf Urkunden bestätigen lassen. Dazu benötigen sie die Kyu-Prüfungsmarke. Diese werden auf der Urkunde (bzw. die Prüfungsmarke bei Nichtbestehen auf der Prüfungsliste) entwertet. Das gilt nicht für Volkshochschulen oder Arbeitsgemeinschaften an denselben. Hier muss zur Prüfung generell die DJB-Sonderprüfungsmarke genutzt werden.


 

Prüfungsordnung für Judoka mit Behinderung

Seit dem 1.1.2006 gilt sie für Bayern als Empfehlung für Trainer und Prüfer, die behinderte Judoka in ihren Reihen haben. Behinderte Judoka können seit Januar nach dieser PO geprüft werden. Der DJB plant eine bundesweite Einführung zum 1.1.2007. Bei Fragen steht Alwin Brenner, Beauftragter für den Behindertensport im BJV gerne zur Verfügung. 

Die Prüfungsordnung ist unterteilt in einen Teil für stehfähige Judoka und einen für nicht-stehfähige Judoka.