Mi, 01.06.2016

Jugendvollversammlung des DJB 2016

Bei der Jugendvollversammlung des Deutschen Judo-Bundes wurden einige neue Regeln beschlossen, die auf uns zukommen werden

Am 28.05.2016 in Hannover wurde die DJB-Bundesjugendleitung mit Jane Hartmann und Norbert Specker wieder gewählt. Es lagen einige Anträge der Bundesjugendleitung vor. Leider sind die Abstimmungen darüber nicht immer zu unserer Zufriedenheit ausgegangen.

Die beiden BJV-Jugendreferenten Gaby Nürnberger und Jochen Heruth vertraten Bayern mit insgesamt 5 Stimmen.

Der Antrag 1 von der Bundesjugendleitung über die die Abschaffung der Gruppen-Vereinsmeisterschaften U15 m/w, wurde sehr intensiv diskutiert. Der Jugendpokal soll die VMM U15 ersetzen mit der Begründung der Bundesjugendleitung, so den Mannschaftscharakter mehr zu fördern und kleinen Vereinsmannschaften mit nur 5 Gewichtsklassen die Teilnahme zu ermöglichen. Für uns ist dies kein überzeugendes Argument, die VMM, die sich lange bewährt haben, abzuschaffen, mit drei Jahrgängen, bei dem auch die Gewichtsklassen veränderbar gewesen wären. Der Jugendpokal wurde uns bei der Einführung 2015 vom DJB als eine Breitensportveranstaltung vermittelt, was aber jetzt keineswegs der Fall ist, sondern es ist eine Wettkampfveranstaltung, die zudem noch mit hohen Kosten verbunden ist, z.B. durch die Fahrt zum Deutschen Jugendpokal. Auch kleinere Vereine werden nicht gleich zum Landesentscheid antreten. Die Abstimmung ging mit 24 Ja- und 18 Nein-Stimmen für den Antrag aus.

Auch der Antrag 3 von der Bundesjugendleitung über die Einführung des Jugendpokals der U18 wurde mit 21 Ja- und 18-Neinstimmen mehrheitlich angenommen. Nach diesen Beschluss wollten die Bundesjugendleitung eine Meinungsumfrage durchführen, ob dann die VMM U18 und der Jugendpokal U18 bleiben sollen (mit zwei Mannschaftsmeisterschaften) oder nur noch der Jugendpokal. Jeder kann sich ausdenken, in welche Richtung es gehen soll seitens des DJB.

Auszug aus dem Bericht des DJB über die Sonderregelung:

"Mit Videos, Präsentationen und sachkundigen sowie verständlichen Erläuterungen erklärte Bruno Tsafack, Bundestrainer der männlichen U18, die Gedanken und Ideen der neuen Sonderregelungen der Jugend. Diese wurden gemeinsam in der Nachwuchstrainerkommission entwickelt und weiter vertieft. Tsafack, der in Hannover als Vertreter der Trainierkommission agierte, zeigte den Anwesenden immer wieder Beispiele aus dem aktuellen Alltag und berichtete von seinen Erfahrungen in den vergangenen Jahren. „Beim Nachwuchstrainerseminar im Januar 2015 haben wir die Trainer in die Gruppen eingeteilt und nach den Grundlagen der Ausbildung gefragt. In allen Gruppen wurde der Ärmel-Revers-Griff als elementarer Griff definiert“, blickte Tsafack zurück. Mit den neuen Sonderregelungen der Jugend wird genau diesem Wunsch Rechnung getragen. In diesen heißt es: „Eine Technik wird bis einschließlich der Altersklasse U15 bewertet, wenn Tori für die Wurfausführung beidhändig eine Fassart an der Vorderseite von Uke’s Judogi gewählt hat.“ Mit der Ausrichtung erhoffen sich die Trainer im Altersklassenbereich U10, U12 und U15 differenzierte Techniken und eine bessere Chancengleichheit. Für die Ausführung des Ippon-Seoi-Nage und Ko-Uchi-Maki-Komi wurden folgende Punkte festgelegt: „Techniken wie Ippon-Seoi-Nage und Ko-Uchi-Maki-Komi werden dann bewertet, wenn Tori zuvor einen beidhändigen Griff hatte und mit einer Hand nur löst, um unmittelbar anzugreifen.“ Monate lang wurden die Regeln in den verschiedensten Gremien und Bereichen des DJB diskutiert und weiterentwickelt. Am Ende verabschiedete die Jugendvollversammlung die Änderungen mit einer deutlichen Mehrheit von 32 Ja-Stimmen zu zwölf Enthaltungen."

Unsere Landestrainer wollen eine Zwischenlösung, den O-Goshi als Ansatztechnik zu bewerten. Die Mehrheit der Anwesenden wollte dies nicht.

Die gesamten Beschlüsse müssen noch von der Mitgliederversammlung am 12./13.11.2016 bestätigt werden. Erst dann treten diese Beschlüsse in Kraft. Wir in Bayern müssen aber bereits jetzt mit diesen Änderungen planen.

Die neu gewählte DJB Bundesjugendleitung 2016

Jochen Heruth

Ich mache Judo, weil…

... weil es Spaß macht, man gute Freunde findet und Erfolg haben kann.

Lena, 14, TSV Lohr

Die Judo-Werte:
Ehrlichkeit

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Kämpfe fair, ohne unsportliche Handlungen und ohne Hintergedanken.