Sa, 28.07.2012

Ehrungen

Die Ehrenordnung. Das geht uns alle an

Ehrungen sind immer etwas erfreuliches. Man pflegt diesen Brauch, Sieger zu ehren, wahrscheinlich schon seit Jahrtausenden. Ehrungen erfolgen heute, wie wir wissen, meist in Form von Urkunden, Medaillen, Ehrennadeln und Pokalen.

  

Die alten Römer und Griechen ehrten ihre Sieger mit Lorbeerkränzen. Der Lorbeerzweig, weil immer grün, galt in der Antike als ein Zeichen für die Ewigkeit; und genau das ist auch heute noch das Ziel: Man will den flüchtigen Augenblick des Sieges durch eine solche Ehrung manifestieren, quasi für die „Ewigkeit“ konservieren. Diese Manifestation ist in manchen Ländern so wichtig, dass Medaillen wie Orden getragen werden können.

 

 

Im Mittelalter wurden die Sieger auf Ritterturnieren mit einer Turnierkette geehrt, die über der Rüstung angelegt wurde. Solche Turnierketten hatten einen so hohen Stellenwert, dass sie oft sogar den Weg in das  Familienwappen fanden

Auch heute sind Ehrungen jeder Art immer wieder ein Motivationsschub und binden ältere Judoka vielleicht länger an den Judosport. Nun gibt es aber neben den aktiven Judoka auch „Dienstleister“, die hinter den Kulissen, von den Meisten unbeachtet, emsig daran arbeiten, dass der Trainingsbetrieb reibungslos läuft, dass Turniere, Meisterschaften und Ligen organisiert und durchgeführt werden können. Das sind hauptsächlich die  Funktionäre im Verband, ohne die nichts laufen würde. Auch in dieser Personengruppe gibt es Menschen, die es verdient haben, geehrt zu werden. Dieser Aspekt ist ganz wichtig. Oft handelt es sich bei solchen Funktionären um ältere Judoka, die die Matte schon verlassen haben, aber durch ihr langjähriges know how über viele Jahre dem Verband oder dem Verein wichtige Dienste leisten können.

Zu den aktiven Kämpfern gibt es aber diesbezüglich einen großen Unterschied. Bei den aktiven Kämpfern sind die zu Ehrenden leicht auszumachen. Es sind immer die Besten. Sie werden im Turnier oder auf Meisterschaften allein durch ihre Leistung ermittelt. Wie aber ermittelt man zu ehrende Funktionäre? Hier gibt es keinen Wettkampf, der darüber Aufschluss geben könnte. Deswegen gibt es Ehrenordnungen, und der BJV hat auch eine.

http://www.b-j-v.de/assets/Content/Downloads/ordnungen-and-regelwerk/Ehrenordnung2.pdf

Sie hat erst kürzlich einige Veränderungen erfahren. Hier stehen nun, für alle gleich, die Bedingungen, die für eine solche Ehrung erfüllt werden müssen. Jeder Judoka sollte sich die Ehrenordnung anschauen und überlegen, wer im eigenen Verein vielleicht zu diesem Personenkreis zählt. Der BJV würde gerne verdiente Mitglieder ehren, würde er davon Kenntnis erlangen. Im Klartext heißt das: Ihr müsst Personen vorschlagen. Es liegt an Euch allen, dem gerecht zu werden.

Lutz Meier-Staude
Presseteam

Ich mache Judo, weil…

... weil ich finde, dass es guter Selbstverteidigungssport ist und außerdem treffe ich dort auch Freunde!

Jessica, 14, PTSV Hof

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