Kein Glück für den TSV Großhadern

am . Veröffentlicht in Bundesliga

Wenn man sich das Aufgebot der Großhaderner Bundesligafrauen anschaut und die Chancen hochrechnet, wohin die Reise gehen mag, der landet gedanklich automatisch in einer Finalrunde, bei der Großhadern ein Wörtchen mitzureden hat.

Am ersten Wiesnsamstag musste ein Sieg her! Auch die TSG Backnang war mit einer schlagkräftigen Truppe angereist , war siegeshungrig und hatte alle Gewichtsklassen gut besetzt. Leider konnten die Titelverteidigerinnen des TSV Großhadern nicht das zeigen, was möglich und adäquat wäre. Ein Sieg hätte die Finalteilnahme sichern können. Es gab Verletzungen im Vorfeld, Amelie Stoll laborierte z.B. noch an der Sprunggelenksverletzung, die sie sich während der WM zugezogen hatte , Laura Vargas- Koch, am Rand mitfiebernd, noch nicht einsatzbereit, ebenso Carolin Weiss, die noch nicht auf die Matte durfte, die 48kg Klasse musste wegen Vielverpflichtung von Milica unbesetzt bleiben und auch -52kg ging ohne eine eingewogene Kämpferin auf die Habenliste der Gäste. Durch den vorgegebenen Wechselmodus in Runde zwei gab es für Teamchefin Kay Kraus wenig Variationsmöglichkeiten. Am Ende hieß es 12:2 für den Gast aus Backnang und traurige Gesichter auf den Rängen der Großhaderner Fans. Vor allem die Frauen waren natürlich enttäuscht. 

Wir haben einen Topkader, der immer gefährlich ist, heute hatten wir eine solch dünne Athletendecke, da konnten wir nichts ausrichten - (Kay Kraus)

„Wir haben einen Topkader, der immer gefährlich ist, heute hatten wir eine solch dünne Athletendecke, da konnten wir nichts ausrichten“, so das Resümee. „Nach der Saison ist vor der Saison“ ist das ausgegebene aber wenig tröstliche Motto für die Bundesligaathleten des TSV Großhadern. Allen Kämpferinnen und Kämpfern, allen Helferinnen und Helfern, den Trainern und Betreuern ein herzliches Dankeschön für den unermüdlichen Einsatz.

Text: Franziska Enkelmann

Bild: Oliver Lang